Zahnen, „Kinderkrankheiten“, Pubertät

Auf dem Weg vom Säugling bis zum Erwachsenen durchläuft der junge Mensch verschiedene „Emanzipations-Krisen“. Die sogenannten Kinderkrankheiten betrachte ich als notwendige biologische Schritte, damit eine sinnvolle und vollständige Entwicklung zu einer eigenständigen Persönlichkeit gewährleistet ist.

Bis zur Geburt ist der junge Mensch quasi noch ein „Körperteil seiner Mutter“. Dies ist derart ausgeprägt, dass das Immunsystem der Schwangeren das neue Lebewesen vollständig als körpereigen akzeptiert und es nicht etwa als Fremdkörper abstößt.

Auch nach der Geburt bleibt der Säugling weitestgehend ein „Ableger der Mutter“, wird er doch während der Stillzeit mit Muttermilch („verflüssigte Mutter“) ernährt.

Verschiedene Entwicklungsschritte der Emanzipation zum eigenständigen Wesen sind notwendig, damit das Kind circa achtzehn Jahre später – beim Eintritt ins Erwachsenenalter – seine eigene Biologie, sein eigenes Immunsystem und seine eigene Identität individuell und vollständig ausentwickelt hat.

  • Das Zahnen ist eine solche Entwicklungsstufe, bei der sich der junge Mensch neuen Nahrungsquellen zuwendet.
  • Verschiedene psycho-soziale Entwicklungsschritte („Phasen“) folgen, bei denen sich Selbstbewusstsein und Verhalten deutlich verändern. Der junge Mensch gewinnt Schritt für Schritt an Eigenständigkeit und Individualität.
  • Die Kinderkrankheiten sind ebenfalls Entwicklungsschritte. Diese laufen unter der Mithilfe von Viren als akute Krankheiten ab – oft mit einer gewissen Dramatik, meistens jedoch problemlos, manchmal sogar völlig unauffällig. Einer ihrer Schwerpunkte liegt auf der biologischen Reifung.
  • Der Zeitpunkt, zu dem ein Kind reif ist für einen notwendigen Entwicklungsschritt, ist innerhalb eines typischen Altersrahmens individuell. Obwohl zum Beispiel Masern als extrem ansteckend gelten, betreffen sie keine „zu jungen“ Kinder. Erst wenn der Masern-Entwicklungsschritt ansteht und notwendig (oder – problematischer – überfällig) ist, dann ist eine Infektion möglich.
  • Ebenso weiß man von früher üblichen „Mumps-Partys“, dass sich kein Kind mit Mumps anstecken lässt, bevor sein Mumps-Entwicklungsschritt ansteht.

Worum es beim Mumps-, Masern- oder Röteln-Entwicklungsschritt geht, erkennen wir an den Problemen beziehungsweise an den Komplikationen, die dann auftreten, wenn ein Kind mit der jeweiligen „Prüfung“ Mühe bekundet:

  • Masern dienen der Ausreifung und Emanzipation eines individuellen zentralen Nervensystems.
    • Gelungene Masern bedeuten, dass der junge Mensch erfolgreich einen wesentlichen Schritt in Richtung Reifung und Individualität seines Gehirns gemacht hat.
    • Masernkomplikationen treten – primär am Gehirn – dann auf, wenn der junge Mensch mit diesem Schritt überfordert ist.

Mumps dient der Ausreifung und Emanzipation, vor allen der männlichen Keimdrüsen, das heißt der Hoden.

    • Gelungener Mumps bedeutet, dass der junge Mensch sexuell reift und gute Voraussetzungen für seine Zeugungsfähigkeit geschaffen sind.
    • Mumpskomplikationen zeigen sich an den Hoden und hinterlassen eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit.

Röteln dienen der Ausreifung und Emanzipation, vor allem der weiblichen Keimdrüsen, das heißt der Eierstöcke.

    • Gelungene Röteln bedeuten, dass der junge Mensch sexuell reift und für die Befruchtungsfähigkeit gute Voraussetzungen geschaffen sind.
    • Rötelnkomplikationen sind problematisch für junge Frauen und werdende Mütter.

Die Pubertät dient der grundlegenden Neuorientierung, in der sich der junge Mensch von den Eltern beziehungsweise von den Vorfahren löst und seine eigene Weltanschauung und Lebensaufgabe sucht.

Diese Übersicht macht deutlich, dass die Kinderkrankheiten keine mikrobiologischen Katastrophen darstellen, gegen die man sich schützen kann oder soll.

  • Wer würde seine Kinder gegen das mühsame Zahnen impfen, um sie damit zu einer lebenslangen Existenz als Säugling (oder Milch- und Smoothie-Trinker und Brei-Esser) verdammen?
  • Wer würde seine Kinder gegen die anstrengende und riskante Pubertät impfen, um sie damit zu einer lebenslangen Existenz als kuschelige Nesthäkchen zu verurteilen?
  • Und wer würde seine Kinder … – aber genau das wird vonseiten der Behörden und Ärzteschaft nahegelegt, aufgedrängt, ja beinahe erzwungen!

Der Weg vom zu hundert Prozent mutterabhängigen Neugeborenen bis zum vollständig emanzipierten, eigenständigen Erwachsenen ist gewiss nicht ohne Risiken. Sowohl bei den Kinderkrankheiten als auch in der Pubertät spitzen sich die Übergangsprobleme zu.

Es gibt keine Garantie für ein schadloses Bestehen dieser Prüfungen. Es muss damit gerechnet werden, dass nicht alle jungen Menschen den Weg zum Erwachsensein gleich gut überstehen. Auch fatale Ausgänge sind nicht ausgeschlossen. Dennoch handelt es sich grundsätzlich um einen naturgegebenen und biologisch notwendigen Weg.

Wer der Natur ins Handwerk pfuscht, indem er oder sie zum Beispiel die drei genannten Kinderkrankheiten durch Impfungen verhindert, erzeugt Probleme. Durch die globale Impfwut resultiert eine Welt von altersmäßig Erwachsenen, die aber entwicklungsmäßig auf einer kindlichen Stufe stecken geblieben sind:

  • Was die Masern-Thematik betrifft, entsteht eine Gesellschaft von Personen, die sich in Wirtschaft, Politik und Sozialleben wie kindgebliebene Egomanen aufführen, „als ob die Welt mein Sandkasten wäre, in dem ich möglichst alle Spielzeuge für mich haben will“. Vermutlich erkennen Sie diese Auswirkung mühelos am gegenwärtigen Zustand der Welt.
  • Was die Mumps- und Röteln-Thematik betrifft, entsteht eine Welt von Erwachsenen ohne ausgereifte und klar differenzierte sexuelle Identität und mit stark eingeschränkter biologischer Fortpflanzungsfähigkeit. Auch diese Auswirkungen sind in der modernen Gesellschaft kaum zu übersehen.

Quintessenz

Wir müssen lernen, Krankheiten anders zu betrachten als bisher. Wie viele der sogenannten Krankheiten sind sinnvolle biologische Mechanismen, die im Rahmen der Entwicklung oder im Rahmen der Selbstheilung ganz wichtige Aufgaben erfüllen?

Wenn wir Kinder-„Krankheiten“ als biologisch sinnvolle Entwicklungskrisen verstehen, ist es geradezu ein Verbrechen, den jungen Menschen ihre Entwicklung und Reifung durch Impfungen zu blockieren.

Kinderkrankheiten sind unbedingt zuzulassen. Selbstverständlich sind für deren Behandlung die besten Voraussetzungen zu schaffen: Ernährung, naturnahe Pflege des Immunsystems et cetera.

Auch soll primär naturheilkundliche Unterstützung bereitstehen, damit ein Prozess nicht unnötig kompliziert verläuft. Es gibt aber keine Garantie, dass ein Individuum die jeweilige Entwicklungskrise schadlos und erfolgreich bewältigt. Natur, Evolution und Schicksal haben das letzte Wort.

Impfungen gegen Kinderkrankheiten erzeugen biologisch, psychisch und sozial unreife Erwachsene. Dies wäre sogar der Fall, wenn die Impfstoffe nicht zusätzlich hochgradig neurotoxische Substanzen enthalten würden.

Als Folge einer weitgehenden Durchimpfung sehen wir eine globale Gesellschaft, die die Welt durch verantwortungslose, infantile Verhaltensweisen an den Rand des Ruins gewirtschaftet hat.

Eine Minderheit von Geimpften (oder allenfalls natürlichen Soziopathen) spielt sich als „Führer“ oder „Führerinnen“ auf und geht mit den Mitmenschen und der Welt um, als wenn es sich um ein Machtspiel in einem Sandkasten handelt.

Diese Gruppe ist besonders daran interessiert, dass es möglichst wenige ungeimpfte Erwachsene gibt, die sie durchschauen und sich ihren Manipulationen entgegenstellen.

Die Mehrheit der Geimpften ist nicht reif und erwachsen genug, sich selbst dagegen zu behaupten. Infantil geblieben, beschäftigen sie sich mit ihren eigenen kindlichen Vergnügungen und Ablenkungen.

Ungeimpfte tun sich in einer solchen Welt besonders schwer, da ihnen die infantilen „Spiele der Pseudo-Erwachsenen“ häufig unverständlich bleiben und keinerlei Reiz auf sie ausüben, oft sogar geradezu Abscheu erregen. Ein Leben als Ungeimpfter in einer Welt von Geimpften ist also nicht leicht.

Jedenfalls hat jeder werdende Mensch die Chance verdient, seine eigene Entwicklung ohne Behinderung durch Impfungen zu durchlaufen, um dann als wirklicher, gereifter Erwachsener seinen persönlichen Lebensweg gemäß seinem ureigenen Lebenssinn und seiner Schicksalsaufgabe zu gehen.

Wer einem Menschen diese Chance nimmt, begeht ein Verbrechen der tiefgreifendsten Art.

Jens Bomholt

Artikel erschienen im IMPULS Magazin Nr. 8/17