Von Furcht vergiftet

Die USA sind quasi immer einen Schritt näher am Abgrund als die Länder Europas. Negative Neuigkeiten aus dem Bereich der Medizin kommen sehr häufig aus den USA, manifestieren sich dann aber bald auch bei uns. Zum Beispiel leiden bei uns immer mehr Menschen an Angststörungen. Die Ursachen dafür sucht man jedoch nicht beim System, sondern bei den Menschen. Aber wenn bereits bei Jugendlichen Angststörungen ein beträchtliches Ausmaß angenommen haben, ist es Zeit zu handeln.

25 Prozent der Jungen und 38 Prozent der Mädchen in Amerika klagen über Angststörungen. Das ist erschreckend, aber der ungehemmte Griff zu Medikamenten, um diese zu therapieren, ist noch erschreckender. Seit vielen Jahrtausenden ist Angst das effektivste Manipulationswerkzeug, das jemals von Menschen benutzt wurde. Dies fängt bei den Eltern gegenüber den Kindern an und geht nahtlos weiter bis zu den Regierungen gegenüber den Völkern. Auch im Bereich Medizin wird permanent Angst geschürt. Angst ist zwar gut fürs Geschäft, aber schlecht für die Gesundheit.

Die Institution „Mental Health Survey“ hat die amerikanische Nation als die ängstlichste unter vierzehn getesteten Nationen ausgemacht. Das dortige Angstniveau liegt signifikant höher als das in Nigeria, im Libanon oder in der Ukraine. Bei etwa 40 Millionen Amerikanern wird pro Jahr eine Angststörung diagnostiziert. Dies bringt ein ansehnliches Umsatzplus bei den Psychopharmaka, zum Beispiel Xanax oder Paxil. Man geht von jährlich mehreren Milliarden Dollar aus. 1994 erschien zu diesem Thema der Bestseller „Die Prozac-Nation“.

Angststörungen machen nicht bei Jugendlichen Halt, auch Studenten sind zunehmend davon betroffen. Im Jahr 2016 wurde ermittelt, dass Angststörungen deren größtes Gesundheitsproblem sind. Dass hierbei der Druck, die Prüfungen zu bestehen und das Studium zu schaffen, eine große Rolle spielt, liegt auf der Hand. Aber auch der Druck, den sich die Studenten gegenseitig machen, trägt dazu bei, denn der alltägliche Konkurrenzkampf wird zunehmend härter.

Diese Problematik beginnt schon sehr früh. In Amerika und mittlerweile auch bei uns ist es gang und gäbe, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Kindergarten- oder die Schultüre chauffieren. Sie tun das, weil sie glauben, dass sie es damit ihren Kindern erleichtern, sich ganz auf deren spätere Karriere vorzubereiten. Doch überbehütete Kinder haben es schwer, selbstständig zu werden und eines Tages als selbstbewusste und verantwortungsvolle Bürger ihren Platz in unserer Gesellschaft einzunehmen.

Dadurch, dass Eltern ihre Kinder in Watte packen, um sie vor Unheil zu bewahren, schaden sie ihnen mehr, als ihnen bewusst ist. Ein Kind lernt schließlich aus Erfahrungen – sowohl aus positiven als auch aus negativen. Hindert man es daran, eigene Erfahrungen zu machen und daraus zu lernen, wird es den Aufgaben, die ein Erwachsener zu bewältigen hat, kaum gewachsen sein. .

Aber auch hier kommt es auf das rechte Maß an. Eltern, die ihr Kind überfordern oder es in Situationen, in denen es auf ihre Unterstützung angewiesen ist, alleinlassen, schaden dessen Persönlichkeitsentwicklung ebenfalls. Ein Kind muss ja nicht alle negativen Erfahrungen selbst machen.

Ursachen

Es gibt gewisse Kräfte, die das Auffinden von Ursachen verhindern wollen. Dies gilt nicht nur bezüglich Impfungen, die für die massiv gestiegenen Angststörungen mitverantwortlich sind. Eine weitere bedeutsame Ursache ist der dauernde Konkurrenzdruck, dem die Menschen unserer Zeit von Kindesbeinen ausgesetzt sind.

Denken wir doch einmal an die Teenies, die sich nicht zu zeigen wagen, wenn sie nicht die neuesten Klamotten anhaben, die ihre Mitschülerinnen bereits tragen. Jeden Modegag machen sie häufig nur mit, um „in“ zu sein und nicht zum Außenseiter zu werden. Oder denken wir an die Jungen beim Sport, die unbedingt stärker und besser als die anderen sein wollen, weil sie befürchten, sonst Probleme zu bekommen.

Später im Geschäftsleben geht es weiter. Weltweit gibt es kaum noch Jobs, die sicher sind. Dies ist den meisten Arbeitnehmern durchaus bewusst. Viele versuchen daher, sich ihren Job mit allen Mitteln zu erhalten, notfalls auch mit unfairen Mitteln. Mobbing im Beruf ist heute an der Tagesordnung – von vorne ein Glas Bier, von hinten ein Messer in den Rücken.

Diese und ähnlich gelagerte Ursachen werden von den „Krankheitsbehörden“ zwar erkannt, aber nur halbherzig angegangen. Denn deren Behebung wäre ein massiver Eingriff in die sogenannte freie Marktwirtschaft. Die Gewinne der Unternehmen würden sinken, da mehr für die Mitarbeiter getan werden müsste. Und dazu sind die die neoliberalen Kräfte nicht bereit.

Einmal mehr liegt es an uns, diesen negativen Entwicklungen entgegenzutreten. Das fängt bereits bei der Erziehung der Kinder an – zum Beispiel sollte ihnen rechtzeitig klargemacht werden, dass sie nicht bei jedem neuen Trend dabei sein müssen.

Es ist auch wichtig, unseren Kinder zu sagen, dass unsere Gesellschaft Schreiner, Maler oder andere Handwerker grundsätzlich mehr braucht als Hedgefonds-Manager oder Politiker, denn wirklich produktiv sind nur die Erstgenannten, auf die anderen trifft häufig das Gegenteil zu.

Wenn kranke Entwicklungen zur Normalität werden

Heute gilt es als normal, dass ein Kleinkind drei bis vier Mittelohrentzündungen pro Jahr und acht bis zwölf grippale Infekte pro Jahr durchmacht – das kann auf den Webseiten vieler Kinderärzte und der „Krankheitsämter“ nachgelesen werden. Diese kranke Normalität dürfte so lange bestehen bleiben, wie wir nicht bereit oder fähig sind, die wahren Ursachen dafür zu entdecken und abzustellen. Es ist anzunehmen, dass in absehbarer Zeit auch die massiv gestiegenen Angststörungen als normal angesehen und mit dem Standardspruch „Damit müssen sie lernen zu leben!“ abgetan werden.

Mit Ängsten gute Geschäfte machen

Nicht nur die Pharmaindustrie verdient an Angststörungen, auch viele andere Branchen, zum Beispiel Versicherungen, Firmen, die Sicherheitssysteme herstellen, oder Personenschutzunternehmen. Und auch die Religionsgemeinschaften haben schon immer von ängstlichen Menschen profitiert.

Längst hat die Impfbranche begriffen, dass die Erzeugung von Angst eines der besten Mittel ist, um Menschen dazu zu bewegen, sich selbst oder die eigenen Kinder impfen zu lassen. Dies ist nichts Neues, sondern kann fast jeden Tag beobachtet werden. Was mir persönlich jedoch oft aufgefallen ist und immer wieder auffällt, ist, dass Menschen, die sich von der Notwendigkeit der Impfungen lösen konnten, die Angst vor den Impfnebenwirkungen, durch Angst vor den Krankheiten ersetzt haben. Damit wurde nur die Schiene gewechselt, aber nicht die Richtung.

Um echtes Selbstbewusstsein zu entwickeln, ist es notwendig, sich mit all seinen Ängsten auseinanderzusetzen und diese wenn möglich aufzulösen, zum Beispiel, indem man deren Sinnlosigkeit erkennt.

Die Psychiatrie – ein lukrativer Wirtschaftszweig

Die Umsätze, die in der Psychiatrie gemacht werden, stehen in einem direkten Zusammenhang mit denen der Pharmaindustrie. So ist es nicht verwunderlich, dass der neueste US-Katalog der psychiatrischen Krankheiten DSM-5 auch Ansätze enthält, die in der Fachwelt belächelt werden. So gilt jemand oftmals schon als psychisch gestört, wenn er mehr als zwei Wochen lang um einen ihm nahe gestandenen Menschen trauert. (Anmerkung: DSM-5 ist die Abkürzung für die fünfte Auflage des „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ – auf Deutsch: „diagnostischer und statistischer Leitfaden psychischer Störungen“)

Da ein gesunder Mensch in der Psychiatrie keinen Umsatz generiert, dieser Zweig jedoch von Kunden lebt, müssen diese eben generiert werden. Dies kann auf mannigfaltige Weise geschehen: Es werden Krankheiten „erfunden“, gesunde Menschen werden als krank abgestempelt, Kinder, die nicht ins vorgegebene Schema passen, werden als krank eingestuft und mit entsprechenden Medikamenten behandelt und es werden Ängste geschürt.

Spiegel Online veröffentlichte am 12. Oktober 2016 einen Artikel mit der Überschrift „Wenn Sorgen krank machen“. Interessant ist die Aussage im einleitenden Abschnitt: „Mit professioneller Hilfe können Sie aber lernen, damit umzugehen.“ Dies ist so, als würde Ihnen ein Autokarosseriespengler, den Sie wegen Roststellen an Ihrem Auto aufgesucht haben, mitteilen: „Nun, damit müssen Sie leider leben, aber streichen Sie doch alle sechs Wochen etwas Farbe darüber. Dann sieht man den Rost nicht mehr.“ Würden Sie einem solchen „Fachmann“ vertrauen? Wohl kaum.

Glücklicherweise gibt es auch Therapeuten, die psychische Störungen mit alternativen Methoden behandeln. Für mich kommen die Methoden der Schulmedizin nur dann infrage, wenn natürliche Heilmittel keine oder eine zu geringe Wirkung zeigen. Ansonsten halte ich mich von Ärzten grundsätzlich fern. Um Krankheiten vorzubeugen, brauche ich sie jedenfalls nicht, das betrachte ich als meine ureigene Aufgabe. Dazu ein Zitat von Dr. Allan Greenberg: 

„Als Arzt im Ruhestand kann ich ehrlich sagen, dass – außer Sie hätten einen schweren Unfall erlitten – Ihre beste Aussicht auf ein hohes und reifes Alter darin besteht, Ärzte und Krankenhäuser zu meiden und sich über Ernährung, pflanzliche und andere Formen der natürlichen Medizin zu informieren, es sei denn, Sie hätten das Glück, dass Ihnen ein naturheilkundlicher Arzt zur Seite steht.

Nahezu alle Medikamente sind giftig und nur entwickelt worden, um Symptome zu behandeln und nicht, um irgendjemanden zu heilen. Impfstoffe sind hochgefährlich, sie wurden nie hinreichend untersucht, es wurde nie bewiesen, dass sie wirksam sind, und sie haben ein schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis. Die meisten chirurgischen Eingriffe sind unnötig und die meisten medizinischen Lehrbücher sind ungenau und trügerisch. 

Kurz gesagt: Unser offizielles medizinisches System ist hoffnungslos untauglich beziehungsweise korrupt. Die Behandlung von Krebs und degenerativen Erkrankungen ist ein nationaler Skandal. Je eher Sie dies in Erfahrung bringen, desto besser wird es Ihnen gehen.“

Der Umgang mit der Angst

In meinem Buch „Angst – meist unnötig, grundlos und hinderlich“ gehe ich ausführlich auf den konstruktiven Umgang mit der Angst ein. Der Titel ist aus meiner jahrelangen Praxistätigkeit und Erfahrung entstanden. Heute weiß ich, dass die meisten Ängste überhaupt keine reale Grundlage haben, sondern reine Fantasiegebilde sind.

Zum Beispiel schwindet die Angst vor Erregern dann, wenn man erkannt hat, dass diese nur eine relativ kleine Rolle bei der Entstehung von Krankheiten spielen. Es braucht wesentlich mehr Faktoren, bis ein Mensch erkrankt.

Betrachten wir einmal die Komplikationsrate bei Masern. Angeblich soll eines von 1.000 Kindern an den Komplikationen der Masern sterben. Selbst wenn dies stimmen sollte, bedeutet dies, dass 999 Kinder nicht daran sterben. Statt sich zu ängstigen, dass ausgerechnet das eigene Kind daran sterben könnte, wäre es doch wesentlich sinnvoller, dafür zu sorgen, dass es im Krankheitsfall zu den 999 Kindern gehört, die eine Masernerkrankung überleben. Und dies ist durchaus machbar, insbesondere mit den Methoden der Alternativmedizin.

Ängste verschwinden, sobald das Bewusstsein – Bewusstsein enthält das Wort Wissen – durch Wissen erhöht und das eigene Selbstbewusstsein damit gestärkt wird. Es geht also darum, sich ein entsprechendes Wissen anzueignen, sodass die Angst wie ein Schneeball im Hochsommer dahinschmilzt. Das ist sicherlich einfacher gesagt als getan, aber es ist durchaus möglich. Die dazu nötige Risikokompetenz kann man sich aneignen und das geht auch ohne einen akademischen Abschluss. Der gesunde Menschenverstand, Mut, Entschlossenheit und vor allem die Bereitschaft, ständig dazuzulernen, genügen vollauf.

Fazit

Angst ist und bleibt eine der wichtigsten Manipulationsmethoden der Behörden, der Wissenschaft, der Politik, der Religionen und nicht zuletzt der Wirtschaft. Dies zu erkennen und sich aus destruktiven Abwärtsspiralen zu lösen, gehört zu den wichtigsten Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben. Denn nur so können wir die damit entstehende Freiheit für unsere Anliegen und unsere Interessen einsetzen. Alles andere würde einem Spießrutenlaufen gleichen.

Nicht selten wird bei den Impfkritikern die Angst vor den Nebenwirkungen von Impfungen durch die Angst vor den Krankheiten ersetzt, gegen die Impfungen vermeintlich schützen. Dies ist jedoch keine Umkehr auf einem falschen Weg, sondern nur das Wechseln der Spur. Es kommt darauf an, die Richtung zu ändern und alle irrationalen Ängste aufzulösen. Und wenn man dies aus eigener Kraft nicht schafft, sollte man die Hilfe von Therapeuten in Anspruch nehmen, die nicht in erster Linie an die Heilkraft von Chemiegiften glauben.   

Daniel Trappitsch

Artikel erschienen im IMPULS Magazin Nr. 9/18