Es gibt immer mehr chronisch erkrankte Kinder

Es braucht keine akademische Ausbildung oder eine universitäre Studie, um erkennen zu können, dass immer mehr Kinder an chronischen Krankheiten leiden – seien es Allergien, Hautausschläge, Asthma oder neurologische Gesundheitsstörungen. Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen, berichten immer wieder, dass diese kaum krank sind, selten von chronischen Krankheiten betroffen sind und sich gut entwickeln. Alles nur Zufall? Wohl kaum.

Kinder- und Jugendärzte schlagen Alarm

Im Juni 2017 fand in Berlin im Rahmen der Tagung des „Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte“ der 47. „Kinder- und Jugendärztetag“ statt. Im Vorfeld wurde der Leiter dieser Tagung, Professor Klaus-Michael Keller, Chefarzt an der „Deutschen Klinik für Diagnostik“ in Wiesbaden, interviewt.

Professor Keller hat eine Studie durchgeführt, die einen den Zusammenhang zwischen der Dichte von Fastfood-Restaurants in einer bestimmten Region und übergewichtigen beziehungsweise fettleibigen Kindern belegt.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat festgestellt, dass mittlerweile 11,4 Prozent aller Mädchen und 16 Prozent aller Jungen unter siebzehn Jahren eine chronische Krankheit haben – am häufigsten seien Diabetes, Allergien, Fettleibigkeit, Erkrankungen der Schilddrüse und psychische Störungen. Tendenz steigend. 

Auf der Suche nach den Ursachen

Laut RKI und Professor Keller ist dies vor allem auf schlechte respektive falsche Ernährung, Bewegungsmangel sowie auf umweltbedingte Gründe zurückzuführen.

Dazu kommt ein weiterer Aspekt: Zwar hätten Frühgeborene dank des medizinischen Fortschritts – insbesondere aufgrund verbesserter Diagnosemethoden – bessere Überlebenschancen als früher, sie würden jedoch später mit höherer Wahrscheinlichkeit an chronischen Krankheiten leiden.

Außerdem seien Kinder heutzutage immer weniger den für sie nützlichen Keimen in der Umwelt ausgesetzt. Wir leben zu sauber, meint Keller.

Auf der Plattform m.heute.de wird über Enis berichtet. Enis ist ein geimpfter frühgeborener Junge, bei dem anscheinend plötzlich und ohne ersichtliche Ursache Diabetes aufgetreten ist. In dem Artikel werden Impfungen nie als mögliche Ursache seiner Erkrankung in Erwägung gezogen.

Dabei liegt auf der Hand: Das Immunsystem von Frühgeborenen ist nicht so weit entwickelt wie das von normal geborenen Kindern. Deshalb hat jede Impfung allzu oft einen negativen Einfluss auf die gesunde Entwicklung des Immunsystems.

Interessant wäre zu erfahren, wie groß der Zeitabstand zwischen der Impfung und dem Auftreten des Diabetes war, denn es ist bekannt,  dass Diabetes bei Kindern und Jugendlichen durch eine Impfung ausgelöst werden kann. Dasselbe trifft auf Allergien zu, an denen heute sehr viele Kinder leiden, zum Beispiel Heuschnupfen im Frühling. 

„Hygienewahn“ als mögliche Ursache für chronische Erkrankungen

Professor Keller ist der Ansicht, dass auch übertriebene Hygiene ein Grund für die Zunahme chronischer Krankheiten sein könnte. Diese zeige sich zum Beispiel in dem Wunsch vieler Eltern nach einer vielfach unnötigen Kaiserschnittgeburt oder dem Verzicht aufs Stillen, wodurch dem Säugling wichtige mütterliche Keime entgehen würden. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf.

Zudem ist  Professor Keller davon überzeugt, dass vor allem die ersten wenigen Lebensmonate enorm wichtig für die Entwicklung eines Säuglings sind, denn in dieser Zeit wird dessen Immunsystem auf natürlichem Wege trainiert. Impfungen sind jedoch definitiv ein unnatürlicher Weg.

Fazit

Das Problem der steigenden chronischen Krankheiten – nicht nur bei Kindern – ist ein Problem des gesamten Gesundheitssystems, sprich Krankheitssystems. Um chronische Krankheiten eindämmen zu können, bräuchte es einen kompletten Systemwechsel.

Aber davon sind wir noch weit entfernt, denn die Wirtschaft steuert nach wie vor einen Großteil der Politik und die Politik erlässt die Gesetze im Sinne der Wirtschaft, insbesondere im Sinne der Pharmaindustrie.

Deshalb ist jeder Einzelne gefordert, sich selbst um seine Gesundheit zu kümmern, denn die Pharmabranche und die Ärzteschaft leben nicht von der Gesundheit der Menschen, sondern von deren Krankheiten.

Daniel Trappitsch

Artikel erschienen im IMPULS Magazin Nr. 8/17