Ein gefährliches Schmerzmittel-Trio und fragwürdige Antibiotika

Beliebte und umsatzstarke, aber in der Kritik stehende Medikamente werden von der Pharmaindustrie in der Regel massiv in Schutz genommen und deren Verbot mit allen legalen und manchmal sogar illegalen Mitteln so lange wie möglich verhindert. Offenbar hat für sie nicht der Gesundheitsschutz der Bevölkerung die oberste Priorität, sondern der Profit. Drei dieser Medikamente sind die Schmerzmittel Ibuprofen, Diclofenac und Paracetamol. Diese werden oft bei Kindern eingesetzt – vor allem beim Auftreten sogenannter Kinderkrankheiten – mit oder ohne Fieber. Antibiotika sind nicht weniger problematisch, nicht zuletzt wegen ihrer Nebenwirkungen.  

Mit Ibuprofen, Diclofenac und Paracetamol  haben viele Eltern, die sie selbst eingenommen oder ihren Kindern verabreicht haben, schlechte Erfahrungen gemacht, auch wenn die Symptome dadurch – zumindest zwischenzeitlich – zum Verschwinden gebracht werden konnten.

Mit keinem dieser Mittel lassen sich Krankheiten ursächlich behandeln, immer nur rein symptomatisch. Unter bestimmten Bedingungen kann deren Einnahme das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen und zum Beispiel einen Herzstillstand herbeiführen.

In einer aktuellen Analyse zwischen 2001 und 2010 bezogen Forscher die Daten fast aller 29.000 Patienten mit Herzstillstand in Dänemark ein. Knapp 3.400 der Patienten hatten bis zu einem Monat vor ihrem Herzstillstand Schmerzmittel eingenommen – davon 1.100 Ibuprofen und 545 Diclofenac.

Die Forscher stellten fest, dass bei der Einnahme von Diclofenac die Wahrscheinlichkeit eines Herzstillstands im Vergleich zu Patienten, die keine Schmerzmittel eingenommen hatten, um 50 Prozent größer war. Bei Ibuprofen lag das Risiko um 31 Prozent höher.

Paracetamol – heute wäre eine Zulassung fraglich

Paracetamol würde heute nicht mehr zugelassen werden, auch nicht auf Rezept“, sagt Kay Brune, Professor an der Universität Erlangen. „Bereits bei der zugelassenen Dosis von vier Gramm pro Tag können Patienten schwere Leberschäden davontragen. Nimmt jemand die doppelte Dosis ein, kann das zu einem Leberversagen führen.“

Der erfahrene Pharmakologe rät Patienten generell davon ab, Paracetamol einzunehmen. Er plädiert sogar dafür, dieses Medikament ganz abzuschaffen. „Wir haben hier ein Medikament auf dem Markt, das bereits bei geringer Überdosierung tödlich wirkt. Und das ist kein schöner Tod, er zieht sich über mehrere Tage hin“, erklärt Brune.

Antibiotika sind­ nicht besser

Von der Medizin erzeugte Antibiotikaresistenzen sind nur eine Seite der Antibiotika-Problematik. In einer neuen Studie vom Oktober 2018 – durchgeführt von Forschern der „University of Estern Finland“ und veröffentlich im Fachjournal „Nucleic Acids Research“ – wird erstmals der Zusammenhang zwischen den Nebenwirkungen von Ciprofloxcin und anderen Fluorchinolen beschrieben. Ciprofloxcin ist eins der am häufigsten eingesetzten Breitspektrum-Antibiotika. Es schädigt nachweislich die DNA von Mitochondrien, den Kraftwerken in menschlichen Zellen.

Bei der Behandlung von Zellkulturen mit Ciprofloxcin beobachteten die Forscher einen dramatischen Effekt auf die DNA: Die Topologie änderte sich und in der Folge ließ (???) die Energieproduktion der Mitochondrien nach, wodurch das Wachstum und die Differenzierung der Zellen beeinträchtigt wurden. Die Forscher bringen dies mit Nebenwirkungen wie Sehnenrupturen, Gelenkentzündungen, Muskelschwäche, Neuropathien und Depressionen in Verbindung.

Fazit

Vor allem wegen der gravierenden Nebenwirkungen von Ibuprofen, Diclofenac und Paracetamol ist nicht zu verantworten, dass diese Medikamente weiterhin frei oder auf Rezept erhältlich sind.

Leider müssen durch Medikamente Geschädigte in den meisten Ländern beweisen, dass ihre gesundheitlichen Schäden von diesen herrühren. Dies ist jedoch praktisch unmöglich, denn wir werden auch durch andere toxische Substanzen vergiftet – in der Nahrung, im Trinkwasser, in der Atemluft, in Kosmetika, in Zahnfüllungen, in Impfstoffen und so weiter. Es gibt nur wenige Studien, die sogenannte Kreuzreaktionen zwischen den einzelnen Substanzen untersuchen. Dabei  bergen diese ein großes Gefahrenpotenzial.

Es liegt in unserer Verantwortung, unser Umfeld nicht nur über die Gefährlichkeit von Impfungen zu informieren, sondern auch über die Schädlichkeit bestimmter Medikamente. Von der Politik und den sogenannten Gesundheitsbehörden haben wir jedenfalls außer leeren Versprechungen und Worthülsen nichts zu erwarten. 

Daniel Trappitsch

Artikel erschienen im IMPULS Magazin Nr. 12/18