Ansteckung – ja oder nein? – Die Infektionstheorie auf dem Prüfstand

Auch unter den Impfkritikern gibt es verschiedene Ansichten zu diesem Thema. Das liegt vermutlich daran, dass die Sichtweise des Pleomorphismus, die sich grundsätzlich von der Sichtweise des Monomorphismus unterscheidet, noch nicht überall angekommen ist. Doch meines Erachtens können wir nur dadurch eine Übersicht gewinnen und Klarheit schaffen. 

Der Monomorphismus

Eine Mikrobe, eine Bakterie, ein Virus oder ein Pilz „überfällt“ uns rein zufällig und macht uns krank. Seit Robert Koch und Louis Pasteur wird diese Auffassung gebetsmühlenartig verbreitet und die meisten Menschen stellen sie nicht infrage. Im Gegenteil, sie sind mit dieser Theorie einverstanden, weil sie damit aus der Verantwortung entlassen werden. „Ich kann schließlich nichts dafür, dass ich angesteckt wurde, deshalb brauche ich meinen Lebensstil nicht zu verändern“, denken sie. „Gesunde Ernährung, Bewegung in frischer Luft, ausreichende Schlaf- und Ruhezeiten und so weiter hätten mich nicht vor der Erkrankung bewahren können.“

Der Pleomorphismus

Wenn ein Lebewesen erkrankt, wandeln sich die immer im Organismus vorhandenen Vorstufen in exakt diejenigen Mikroben um, die gerade zur Wiederherstellung der Gesundheit gebraucht werden. Bakterien sind zum Abtransport von geschädigtem Gewebe notwendig, Viren integrieren bestimmte Informationen in die richtigen Zellen und Pilze bauen abgestorbenes Gewebe ab. Nach Beendigung ihrer Arbeit ziehen sie sich wieder zurück oder sie werden von Fresszellen verdaut. Das Auftreten von Mikroben ist demzufolge nicht die Ursache einer Krankheit, sondern deren Folge. Sie wollen uns helfen, wieder gesund zu werden, doch die sogenannte Schulmedizin hat sie zum Feind erklärt und bekämpft sie.

Ansteckungsversuche durch Injektionen sind unwissenschaftlich, da sie immer Reaktionen hervorrufen. Auf natürlichem Wege ist dagegen noch nie ein Ansteckungsexperiment gelungen. Es gibt zwar die Möglichkeit von Ansteckung, doch nur, wenn dieser Keim gerade gebraucht wird und erreichbar ist. Dann ist dieser Weg für den Körper einfacher und schneller als die Neubildung aus den Vorstufen.

Bei Bedarf „holt“ man sich die passenden Mikroben

Von vielen Bakterien ist bekannt, dass sie auch in Gesunden vorhanden sind, ohne jemals Probleme zu bereiten, zum Beispiel Diphtheriebakterien bei 1 bis 2 Prozent, „Hib“ (Haemophilus influenzae Typ b) bei 2 bis 10 Prozent, Meningokokken bei 10 bis 20 Prozent und Pneumokokken bei 40 bis 70 Prozent der Bevölkerung. Diese Keime stehen sozusagen in Bereitschaft und verhalten sich so lange unauffällig, bis es etwas für sie zu tun gibt.

Kinderkrankheiten

Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Keuchhusten werden heute als Infektionskrankheiten missverstanden, die es schon im Vorfeld zu bekämpfen gilt. Kinderkrankheiten haben jedoch den Sinn, genetische Schwachstellen auszugleichen, um eine stabilere Gesundheit zu bewirken, auch in seelischer Hinsicht. Die Immunität besteht danach fast immer lebenslang, während nach einer Impfung nur ein paar Jahre erhöhte Antikörpertiter vorliegen, was jedoch nichts über einen Schutz aussagt.

In der Homöopathie werden Masern zum tuberkulinischen Miasma gezählt. Tuberkulose war ja noch vor hundert Jahren auch bei uns stark verbreitet und die Nachkommen erbten diese Veranlagung. Deshalb war es bis vor etwa dreißig Jahren völlig normal, dass die meisten Kinder Masern bekamen.

Inzwischen haben sich andere, tief greifendere Miasmen in den Vordergrund gedrängt und Masern werden immer seltener, auch unter den Ungeimpften. Aber die wenigen, die noch Masern bekommen können, sollten nicht durch Impfungen daran gehindert werden, denn sonst fehlt ihnen ein wichtiger Reparaturmechanismus für ihre genetische Struktur.

Außerdem werden die Masern im Kindesalter, wo sie nützlich sein können, durch Impfungen blockiert, dafür nehmen sie im Säuglings- und Erwachsenenalter, wo sie eher schaden können, zu.

Die Meinung von der hohen Ansteckungsgefahr durch Masern ist fragwürdig, denn sonst wären bei einem Fall immer gleich viele andere betroffen. Und wer steckt eigentlich den ersten Betroffenen an? Auch von den angeblich unter Impfkritikern verbreiteten  „Masernpartys“ ist bekannt, dass sie in der Regel nicht funktionieren – es sei denn, einer der Teilnehmer hätte die Masern demnächst sowieso bekommen.

Es kommt immer wieder zu kleinen Ausbrüchen von Masern, bei denen jedoch auch Geimpfte betroffen sind. Das liegt am mangelnden Booster-Effekt, also der fehlenden Möglichkeit zur Auseinandersetzung des Organismus mit den Mikroben.

Es verhält sich also genau umgekehrt, als von offizieller Seite behauptet wird: Nicht die Ungeimpften sind dafür verantwortlich, dass es noch Masern gibt, sondern die Geimpften profitieren von den noch vorhandenen Wildviren.

Auch der sogenannte Herdenschutz (Kollektivschutz) durch eine hohe Durchimpfungsrate ist eine Illusion. Denn erstens ist ein Herdenschutz in der Biologie unbekannt und somit unbewiesen. Es handelt sich offenbar um eine Erfindung der Impfbetreiber, um ihr Geschäft zu rechtfertigen.

Zweitens führt eine Impfung nie zu einem völligen Schutz. Offizielle Daten zeigen, dass etwa 10 Prozent der an Masern Erkrankten voll geimpft waren – die sogenannten Impfversager.

Die Gefahr von Masernepidemien wird inzwischen nicht nur durch die Fortführung der Impfpraxis, sondern auch durch deren Einstellung befürchtet – die Konfusion ist perfekt. Aus der Sicht des Pleomorphismus treten die Viren jedoch nur dann auf, wenn sie gebraucht werden. Bei einer Abschaffung der Impfung würde sich nach einer vorübergehenden Phase des „Nachholbedarfs“ wieder ein stabiler Zustand einstellen, wobei die Masern im richtigen Alter ausbrechen würden und die Risikogruppen verschont blieben. Dies gilt entsprechend für die anderen Kinderkrankheiten.

Hysterie kontra gesunder Menschenverstand

Die Hysterie greift immer mehr um sich, der gesunde Menschenverstand wird ausgeblendet, das Vertrauen in die Schöpferkraft schwindet und behördliche Maßnahmen nehmen zu.

Im Grunde brauchen sich die Geimpften keine Sorgen wegen einer Ansteckung zu machen. Das einzige Argument sind die aus medizinischen Gründen Ungeimpften. Aber erstens sind diese sehr selten und zweitens wäre es nach homöopathischen Gesetzmäßigkeiten eine große Chance für diese Kinder, durch eine Erkrankung wie die Masern ihre chronische Krankheit zu verbessern oder sogar zu heilen. Doch von solchen Erkenntnissen ist unsere herrschende Medizin noch weit entfernt.

Fazit

Die Schulmedizin befindet sich noch immer fest im Griff des Monomorphismus. Das ist zwar bequem, mündet jedoch in eine Sackgasse. Nur ein Paradigmenwechsel kann hier weiterhelfen. Nicht mit Fanatismus oder Polemik, sondern durch ruhige, sachliche und stetige Verbreitung richtiger Erkenntnisse können gewohnte gesundheitsschädliche Denkweisen überwunden werden.

Rolf Schwarz

Artikel erschienen im IMPULS Magazin Nr. 11/18