Alzheimer ist kein Schicksal

Was wird uns doch von der Schulmedizin und der Pharmaindustrie nicht alles weisgemacht? Unter anderem wird auch die Zunahme der Alzheimer-Erkrankungen als eine Begleiterscheinung unserer ständig steigenden Lebenserwartung dargestellt. Die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, liegt heute bei über 50 Prozent. Diese unbestreitbare Tatsache wird dahingehend interpretiert, dass uns Alzheimer in einem gewissen Alter unausweichlich und schicksalhaft erreicht, weil wir immer älter werden.

Hinter dieser gezielten Irreführung verbergen sich die finanziellen Interessen der immer mächtiger werdenden Pharmaindustrie. Und wie kommt die Pharmaindustrie zu den geplanten Milliardengewinnen? Natürlich durch die Entwicklung und Vermarktung von Medikamenten, die versprechen, zum Beispiel diese sogenannte Alterskrankheit erfolgreich behandeln zu können.

Dr. med. Michael Nehls, Mediziner und Molekulargenetiker, hat sich mit dieser Krankheit auseinandergesetzt und das Lügengebäude auf überzeugende Art entlarvt. In seinem Buch „Die Alzheimer-Lüge“ schreibt er die Wahrheit über eine vermeidbare Krankheit.

Ich habe mich über viele Wochen mit diesem wissenschaftlich fundierten und verständlich geschriebenen Werk befasst und bin begeistert über die vielfältigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die das Buch zu einem unentbehrlichen Ratgeber machen. Da es nicht jedermanns Sache ist, sich in ein 450-seitiges Buch zu vertiefen, möchte ich hier einige Gedanken zur wichtigsten Erkenntnis von Dr. Nehls darlegen.

Die Hauptthese seiner Ausführungen lautet: „Die Alzheimer-Erkrankung ist kein Schicksal. Es handelt sich um eine vermeidbare Zivilisationskrankheit. Es ist unser unnatürlicher Lebensstil, der diese Krankheit verursacht. Es ist eine Wohlstandskrankheit, die sich medikamentös nicht therapieren lässt.“

Und nun einige wichtige Informationen aus diesem außergewöhnlichen medizinischen Buch:

kursiv„Im Jahr 1907 veröffentlichte Alois Alzheimer in der ‚Allgemeinen Zeitschrift für Psychiatrie und psychisch-gerichtliche Medicin‘ einen kurzen Artikel unter dem Titel ‚Über eine eigenartige Erkrankung der Hirnrinde‘. Etwas über hundert Jahre später behauptete Prof. Dr. Christian Haass, Sprecher des ‚Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen“, Alzheimer sei ein unvermeidliches Schicksal‘.“

Noch heute will uns die Forschung und die Pharmaindustrie glauben machen, Alzheimer, inzwischen ein Synonym für die Selbstzerstörung des Gehirns, sei kursiv „eine Krankheit, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jeden treffen wird – wenn nicht vorher eine andere Krankheit das Leben beendet“.

Und da unsere Gesellschaft immer älter wird, prognostizieren Alzheimer-Spezialisten eine weltweite Katastrophe, eine Pandemie mit geradezu apokalyptischen Ausmaßen. Für die moderne Forschung ist die Frage also nicht, kursivob wir Alzheimer bekommen werden, sondern kursivwann.

Dr. Michael Nehls beschreibt die Situation dagegen so: „Alzheimer ist zwar eine Gehirnkrankheit, aber, wie ich zeigen werde, ebenso eine Kulturkrankheit, denn bei ihrer Entstehung spielt unsere Lebensweise die entscheidende Rolle. Daraus folgt: Wenn wir an Alzheimer erkranken sollten, dann liegt das nicht daran, kursivdass wir immer älter werden, sondern daran, kursivwie wir gealtert sind.“

Die Angst vor dem Älterwerden lässt die Geldströme zur Pharmabranche immer weiter fließen.

„Denn die Gelder werden fast nur für die klinische Forschung und Behandlung, kaum aber für die Prävention eingesetzt, also für die Aufklärung der wahren Ursachen dieser Erkrankung. Dabei ist eine bestimmte Lebensführung, wie Sie sehen werden, der einzig sinnvolle Weg, bis ins höchste Alter seinen Verstand zu behalten. Durch die Alzheimer-Lüge wird eine irrationale Abhängigkeit von der Pharmaindustrie geschaffen und zugleich die Chance auf eine Lösung vertan.“

Dass das Durchschnittsalter stetig ansteigt, ist eine anerkannte Tatsache, aber:

„Wir altern mittlerweile schneller als noch vor Jahrzehnten, worüber die nahezu kontinuierlich steigende Lebenserwartung nicht hinwegtäuschen sollte. Denn wir verdanken diese fast ausschließlich einer immer besser werdenden Notfallmedizin und lebenserhaltenden Dauertherapien, und die werden nachgewiesenermaßen immer früher nötig. Anders ausgedrückt: Unsere Lebenserwartung würde mittlerweile sogar sinken, würden uns nicht die Medikamente der Pharmakonzerne am Leben erhalten.“

Die Frage nach einer eventuellen genetischen Ursache für Alzheimer beantwortet Dr. Nehls so:

„Man unterscheidet in Bezug auf die genetische Veranlagung zwei Formen von Alzheimer: die erbliche und die sporadische. Der erblichen Form liegen immer Mutationen in den sogenannten Alzheimer-Genen zugrunde. […] Diese Form ist jedoch sehr selten, nur wenige Hundert Familien sind weltweit betroffen.

Bei Menschen mit einem solchen Alzheimer-Gendefekt bricht die Erkrankung meist schon in relativ jungen Jahren aus (zwischen 40 und 55 Jahren), weshalb sie auch als Frühform bezeichnet wird. Der geistige Verfall schreitet sehr schnell voran, sodass Betroffene selten ein Alter von 65 Jahren erreichen.

Die sporadische Form hingegen kann uns alle treffen, sie macht die überwiegende Mehrheit aller Alzheimer-Fälle aus. Die Erkrankung beginnt meist erst nach dem 65. Lebensjahr und wird deshalb auch als Spätform bezeichnet.

Beim sporadischen Alzheimer gibt es zwar keine eindeutige genetische Ursache, dennoch glauben viele Spezialisten, den Grund für die Erkrankung letztendlich doch im Erbgut finden zu können.“

Durch viele gut dokumentierte Beispiele macht Dr. Nehls klar, dass Alzheimer weder genetisch bedingt sein kann noch eine Altersfrage ist:

„Wäre das Alter der wesentliche Risikofaktor, müsste die Alzheimer-Krankheit in allen Kulturkreisen mit nahezu gleicher Wahrscheinlichkeit in Bezug zum Lebensalter auftreten. Aber tatsächlich weisen vergleichende Bevölkerungsstudien auf ein sehr unterschiedliches, vom kulturellen Umfeld (und nicht etwa von der genetischen Veranlagung) abhängiges Risiko hin.

In einer gut kontrollierten Vergleichsstudie zwischen Afrikanern, die in Nigeria leben, und Angehörigen derselben ethnischen Gruppe, die in den USA leben, wurde herausgefunden, dass die Nigerianer drei- bis viermal seltener an Alzheimer erkranken als die gleichaltrigen US-Amerikaner. Wäre das Alter das hauptsächliche Risiko, an Alzheimer zu erkranken, wäre dieser enorme Unterschied nicht möglich.

Bei Japanern, die in die USA einwandern, steigt das Alzheimer-Risiko deutlich auf das Niveau ihres kulturellen Umfelds, sobald sie sich an die US-amerikanischen Lebensgewohnheiten angepasst haben. Ebenso lässt sich beobachten, dass die Erhöhung des Alzheimer-Risikos ausbleibt, wenn die Japaner ihren gesünderen Lebensstil in ihrem neuen Umfeld beibehalten.“

Das Buch „Die Alzheimer-Lüge“ enthält viele Versuchsergebnisse mit sogenannten Alzheimer-Mäusen, das sind Mäuse, die durch genetische Beeinflussung sehr leicht an Alzheimer erkranken:

„Wenn die Alzheimer-Mäuse gleich nach ihrer Geburt aus dem demenzverursachenden ‚Normalzustand‘ labortechnisch bedingter geistiger Verarmung in ein angereichertes, stimulierendes Umfeld transferiert werden, wird der Ausbruch der Krankheit sogar völlig verhindert. In diesem ‚enriched environment‘, so die wissenschaftliche Bezeichnung für solch ein anregendes Umfeld, bleiben die Alzheimer-Mäuse gesund und sind oft sogar geistig fitter als ihre Geschwister, die kein Alzheimer-Gen in ihrem Erbgut tragen […].

Anscheinend genügt es zum Verhindern der Alzheimer-Krankheit völlig, die natürlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Dazu reicht es aus, wenn man den Labormäusen einen Abenteurerspielplatz baut, sie mit anderen Tieren spielen lässt, öfter die Futterplätze wechselt und ihnen den Nestbau ermöglicht.“

Das zentrale Kernstück des Buches bilden die vielen ausgezeichneten Erklärungen zu folgenden Themen:

  • die Regeneration der Nervenzellen in den Gehirnregionen (Hippocampus, Neocortex et cetera)
  • Bau und Funktion der Nervenzellen (Neurone)
  • die Evolution des menschlichen Gehirns
  • das limbische System
  • die Wissenschaft der Epigenetik
  • die Bedeutung des Schlafes für die Entwicklung von Alzheimer
  • die epigenetische Prägung zur Rückgängigmachung von Fehlprägungen
  • und viele andere wichtige biologische Erkenntnisse mehr

Alle diese Wissensbereiche auch nur annähernd zu behandeln, würde den Umfang dieses Artikels bei Weitem übersteigen. Das mag für Sie, liebe Leserin und lieber Leser, eine Motivation sein, dieses Buch im Original zu studieren.

Wie jeder gesundheitsbewusste Mediziner, dem das Wohlergehen seiner Mitmenschen das größte Anliegen ist, weist auch Dr. Nehls auf die Selbstverantwortung des Menschen in Bezug auf seine Gesundheit hin:

„Die Entscheidung, sich ‚artgerechter‘ zu verhalten und auf diese Weise Alzheimer vorzubeugen oder gar zu verhindern, muss jeder bewusst selbst treffen. Die Belohnung dafür können einige Jahrzehnte mehr an gesteigerter Lebensfreude und Lebensqualität sein.“

Dr. Nehls beschreibt Alzheimer als eine Mangelkrankheit: Mangel an Zeit, Mangel an Lebenssinn, Mangel an guter Ernährung, Mangel an Bewegung und Mangel an einem intakten Umfeld.

Hier noch die wichtigsten Punkte, wie wir über unsere Ernährung den Alzheimer-Index günstig beeinflussen können (die folgenden Angaben zu den neun Punkten sind gekürzt. Sie werden aber alle im Buch sehr ausführlich und leicht verständlich erklärt):

1. Essen Sie vollwertig: Vollwertkost ist reich an Ballaststoffen.

2. Essen Sie vielfältig: Vitamin B3, auch als Niacin bezeichnet, ist schon länger dafür bekannt, das HDL über viele Wege zu erhöhen. 

3. Verwenden Sie hochwertiges Kokosöl: Damit nehmen wir ketogene (mittelkettige) Fettsäuren auf und stimulieren die HDL-Erhöhung.

4. Essen Sie abends weniger: Beim Fasten kommt es zur Freisetzung von Ketonkörpern. Dadurch wird das natürliche Fasten über Nacht zeitlich verlängert – mit all seinen positiven Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel. 

5. Schränken Sie Lebensmittel ein, die reich an leicht verdaulichen Zuckern sind wie Brote, Süßgetränke et cetera. Diese treiben Ihren Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe. Das nach dem Verzehr freigesetzte Insulin hemmt die Ketogenese und hat damit einen negativen Einfluss auf das HDL.

6. Reduzieren Sie Milchprodukte auf Ihrem Speiseplan.

7. Genießen Sie einen guten Tropfen: Die Alkoholmenge in einem Achtel (!) Rotwein pro Tag reduziert das Risiko einer durch Arteriosklerose bedingten Erkrankung wie Herz- oder Hirninfarkt und schützt vor geistigem Abbau. 

8. Vermeiden Sie die Aufnahme von Transfetten: Transfettsäuren wie die in Margarine verschlechtern den Alzheimer-Index dramatisch. 

9. Essen Sie viel Obst und Gemüse.  

Fazit

Ich hoffe, dass nach der Lektüre dieses Artikels ein Funke meiner Begeisterung für dieses Buch auf Sie übergesprungen ist, und Sie sich entschließen, sich damit zu beschäftigen. Es ist vielleicht das Beste, was Sie in Ihrem Leben für Ihre Gesundheit tun können.

Das Buch ist für interessierte Laien, Heilpraktiker, Mediziner und Psychologen eine wahre Fundgrube an Informationen. Viele Fehlinformationen wie die Cholesterin-Lüge werden auf nachvollziehbare und wissenschaftlich exakte Art und Weise enttarnt.

Man spürt beim Lesen des Buches von Dr. Nehls aus jeder Zeile das echte und tiefe Anliegen, jedem alternden Menschen die Alzheimer-Krankheit zu ersparen.

Peter Lüpold

Artikel erschienen im IMPULS Magazin Nr. 15/19